Eine Wanderung auf historischen Altstraßen

E i n e   W a n d e r u n g   a u f   h i s t o r i s c h e n   A l t s t r a ß e n   -   S e i t e   5

Bei gutem Wetter bietet sich der Fernblick nach Norden zum Steinwald, davor der Parkstein. Nach links blickend erkennen wir den Rauhen Kulm und den Armesberg, dahinter Ochsenkopf und Schneeberg. Und vor uns Kohlberg, von dem uns noch ein guter Kilometer trennt.

Goldene Straße, Blick vom Kohlbühl in Richtung Kohlberg

Gleich erreichen wir die sog. „Dreifaltigkeit“, ein Aussichtspunkt, der nun auch den Blick nach Westen bis zum Fränkischen Jura freigibt. Der Gedenkstein inmitten von drei alten Linden mit Marienbild ist wohl ein Wegweiser, der den Wallfahrerweg von Fuchsmühl nach Amberg markierte. Eine andere, aber eher unwahrscheinliche Version spricht von einem Grabmal eines Ritters aus dem 30jährigen Krieg.

Goldene Straße, Kreuzungspunkt verschiedener Wanderwege am Aussichtspunkt "Dreifaltigkeit"

Der sog. „Schwammer“, ein vom OWV-Zweigverein Kohlberg errichteter überdimensionaler Pilz mit Sitzgelegenheit, lädt noch zu einem kurzen Verweilen und Schauen ein, ehe es bergab in Richtung Kohlberg geht. Vorbei an einer Reihe Linden und dem Wanderparkplatz mit dem sog. Keil-Marterl, dessen genaue Bedeutung niemand kennt.

Goldene Straße, von der "Dreifaltigkeit" hinab nach Kohlberg

Wir queren die Straße Hirschau-Kohlberg und gehen die letzten Meter auf einem grasbewachsenen Weg, dann erreichen wir den südlichen Ortseingang von Kohlberg, gehen auf dem Gehweg bis zur katholischen Herz-Jesu-Kirche und dann rechts ab, wo wir nach 50 Metern wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.

Wenn Sie diese gut sechs Kilometer auf Schusters Rappen geschafft haben, dann sind Sie auf historischen Spuren gewandelt. Für Sie war es ein Vergnügen, so hoffen wir wenigstens. Mit festem Schuhwerk, wasserdichter Thermokleidung und vielleicht mit Rucksack und Wanderstock. Für die, die eine dieser Straßen vor langer Zeit benutzen mussten, war es eher kein Vergnügen. Zu Fuß oder mit holz- oder eisenbereiften Wägen ging es für sie berauf und bergab, die Zugtiere mussten an den Steilhängen Schwerstarbeit verrichten und die Zeiten waren unsicher. Es waren, wie Franz Flammersberger sagt, unwirtliche Zeiten. Das kann man wörtlich nehmen: es gab wenigstens bis ins auslaufende Mittelalter kaum Orte an den Strecken und damit auch keine Wirte.

Diese „unwirtlichen“ Zeiten sind vorbei. Wenn Sie sich nach der Wanderung stärken wollen, besteht in Kohlberg Gelegenheit, wobei wegen der Ruhetage Voranmeldung empfehlenswert ist. Etwa im Gasthof „Weißer Schwan“ (Telefon 09608/265), im Gasthof Frieser mit Metzgerei (Telefon 287) oder im Landgasthof Janner (Telefon 295). Guten Appetit!

 © Markt Kohlberg

W e i t e r e   I n f o r m a t i o n e n

►  Wanderbeschreibung

 

►  Bernsteinstraße

►  Hohe Straße

►  Goldene Straße