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Der Abschluss des Bauabschnitts der
Dorferneuerungsabschnitts, die damit kombinierte
Einweihungsfeierlichkeiten des fertiggestellten
Marktplatzes und des Brunnen vordem Rathaus schufen den
offiziellen Rahmen für das elfte Bürgerfest, das von der
Bescherfrequenz her alle Erwartungen der
Kommunalpolitiker und der Vereinsgemeinschaft und das
bisher da gewesene übertraf. „Alleine das vielseitige
kulinarische Angebot, dass die Verpflegungsstände bieten
ist den Besuch wert“, lobte ein Ehepaar aus Etzenricht,
oder „der Platz ist einmalig und jetzt noch attraktiver,
die Stimmung prächtig“, äußerte sich ein Gast aus
Weiherhammer zum Fest. Und die Zapfsäule für den
Gerstensaft meldete einen Rekordausstoß. „Wir haben
werden heuer die Marke von 20 Hektolitern locker
überschreiten“, meldete SV-Vorsitzender Thomas Knöbl,
der mit seiner Crew für die Getränkeversorgung
verantwortlich war, bereits vor 20 Uhr. Sichtlich
geschlaucht aber hochzufrieden erklärte Markus Lukas als
Sprecher der Vereingemeinschaft am Abend: „Ein
Superfestl, mit diesem Zuspruch haben wir selbst bei
diesen optimalen äußeren Bedingungen nicht kalkuliert“.
Weihe in ökumenischer
Eintracht Mit einer ökumenischen
Andacht wurden Platz und Brunnen am Sonntagmorgen ihrer
Bestimmung übergeben. Einleitend charakterisierte
Pfarrer Andreas Schlagenhaufer die Historie, Topografie
und Bedeutung des ortsprägenden Terrain. So sei der
Platz vor 500 Jahren auf die Nikolauskirche zugelaufen,
die Auslagerung der Friedhöfe und der Bau des
katholischen Gotteshauses hatten die Konturen nachhaltig
verändert. „Auffällig ist die neue Dominanz des
Rathauses, die beiden Kirchenschiffe gleichen den
Endpunkten einer Klammer, die das Ganze von Nord nach
Süd zusammenhalten, und dies kommt mit dem ökumenischen
Gottesdienst heute zu Ausdruck“, so die Überleitung des
Seelsorgers in die Gebete, Fürbitten und Kirchenlieder,
die er zusammen mit seinem Amtskollegen Martin Valeske
und Laien beider Kirchengemeinden vortrug. Begleitet von
simmungsvollen Chorälen des vielstimmigen Posaunenchors
und dem Gesang des katholischen Kirchenchors. Die
Predigt von Martin Valeske bezog sich auf den
Überbegriff „Gemeinschaft“. Nicht nur in Worten sondern
auch mit pantomimischen Darbietungen von Kindern. Sie
bereiteten mit vielen Komponenten eine „Steinsuppe“ zu,
die Folgerung aus der Geschichte: „Wir Christen sind das
Salz für diese Welt, müssen Verantwortung übernehmen und
auch diesem Fest Geschmack geben“.
Sonderlob von Politik
und Amt Landrat Simon Wittmann
zollte der erbrachten Leistung in seinem Grußwort
Respekt, ebenso MdB Albert Rupprecht (CSU) und MdL
Annette Karl (SPD). „Eine wunderschöne, gelungene
Maßnahme, die Mittelpunkt, Begegnungsstätte und
Kommunikationszentrum sein wird“, beurteilte Landrat
Wittmann das Ergebnis. Von einer „beeindruckenden
Gemeinschaftsleistung“ sprach MdL Karl, MdB Rupprecht
einem „riesiger Kraftakt, den es zu stemmen galt“.
Weiter Ehrengäste waren die Bürgermeister Hans Drexler
aus Hirschau, Martin Wallinger aus Etzenricht, zweiter
Bürgermeister Ludwig Biller aus Weiherhammer sowie die
Geschäftsleiter der beteiligten Baufirmen, Architektur-
und Ingenieurbüros. Thomas Gollwitzer, Leiter des Amts
für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, zeigte sich am
Rednerpult angetan von der Eigeninitiative der Bürger
für die positive Innenentwicklung und Revitalisierung
des historischen Ortskerns: „Ihr Engagement beschränkt
sich aber nicht nur auf das gemeinsame Planen, nein, sie
packen auch selber mit an“. Sein Fazit zur Gestaltung“:
„Sie haben einen äußerst unattraktiven Asphaltsee zur
guten Stube´ gemacht“. Die genannten Zahlen: Mit 50
Prozent fördert das ALE die Dorferneuerung, alleine die
Neugestaltung des Marktplatzes wird mit über 450 000
Euro unterstützt, das Gesamtbudget läge bei rund einer
Million Euro. In sein Kompliment schloss er auch die
beteiligten Bürgermeister, die Vorstandschaft der TG und
Ludwig Spiller vom ALE ein. Am Ende meldete sich Pfarrer
Schlagenhaufer noch einmal zu Wort und wies auf die
Findigkeit und das Gespür der Vorgängergenerationen hin.
So werden die beiden Brunnen aus einer Quelle im
„Diebeswinkel“ gespeist, die über 100 Jahre alt sei und
für einen Brunnen pro Stunde 300 Liter sauberes Wasser
fördere. Bürgermeister Rudolf Götz nutzte die
Anwesenheit der Politiker, um seinen Wunsch für die
Unterstützung eines Radeweges nach Etzenricht zu
bekräftigen. Segen und Ansprachen werden vom Fest
fortgesetzt
Nahtlos leitete das „Eichelbachduo“ die gesellige
Runde ein, das Bürgerfest begann schon vor der
Mittagsstunde und der Besucherstrom ebbte bis in die
Nacht nicht ab. Ab 17 Uhr zogen die vier Jungs der Band
„Rotzlöffel“ ihr gesamtes musikalisches Register und
sorgten für anhaltende Hochstimmung an und auf den
Tischen. Der Bogen der Titel spannte sich von hämmernden
ACDC-Nummern bis zu „Urbayerischen“. Bei Anbruch der
Nacht schuf das Brillantfeuerwerk Lichtakzente über dem
Markt, die Weinlaube und die Bar füllte sich Zug um Zug.
Natürlich war auch an den Nachwuchs gedacht. Für die
Kinderbelustigung wurde eine Hüpfburg aufgebaut,
Stationen für Kinderschminken und Kneten standen bereit,
ein „Loshafen“ wurde eröffnet. Am kulinarischen Angebot
waren in gewohnter Qualität viele örtliche Vereine und
Institutionen beteiligt, die Speisekarte umfasste:
Bratwürste und Steaks vom Grill, Käse, Obatztn und
Brezen, zum Mittagstisch auch Wildschwein- und
Rollbraten mit einem Salatbuffet, dauerhaft geräucherte
Forellen, Fisch- und Lachssemmeln, Pizza, Pommes und
Eis. Am Nachmittag wurde das reichhaltige Kuchenbuffet
im Sitzungssaal eröffnet, frischer Kaffee wurde gebrüht.
Die Zapfhähne ermöglichten die Wahl zwischen Weizenbier
vom Fass oder frischem Pils, gut sortiert war auch die
Weinlaube und die Bar.
Bilder und
Texte: Rudi Walberer |